Ausgangslage
Bei Partial-Credit-Aufgaben mit abgeleiteter Variable funktioniert die Auswertung aktuell nicht wie fachlich benötigt, wenn einzelne Basisvariablen leer bleiben dürfen.
Beispiel:
- Basisvariablen:
01a, 01b, 01c, 01d
- abgeleitete Variable:
01
- Ableitungsmethode: Bewertung summieren
- Fall: drei von vier Antworten korrekt, ein Feld leer
Aktuelles Ergebnis in diesem Fall:
- die leere Basisvariable bleibt
DISPLAYED
- die abgeleitete Variable wird
INVALID
Für Partial Credit wäre jedoch erwartbar, dass die abgeleitete Variable auswertbar bleibt, z. B. als teilweise richtig.
Problem mit aktuellem Workaround
Wenn bei den Basisvariablen in den Ableitungsparametern sowohl
Angezeigt = Wert geändert
Leerer Antwortwert ist gültig
aktiviert wird, funktioniert die Partial-Credit-Auswertung für teilweise bearbeitete Fälle zwar.
Dann wird aber auch der Fall, dass gar keine Antwort eingetragen wurde, als CODING_COMPLETE mit Code 0 / Bewertung 0 ausgewertet. Dadurch gehen Omission/Missing und echte falsche Antworten fachlich ineinander über.
Zu klärende Ziel-Logik
Es sollte fachlich und technisch geklärt werden, wie die Auswertung abgeleiteter Variablen bei Partial Credit mit leeren Quellwerten aussehen soll.
Vorgeschlagene Fallmatrix zur Abstimmung:
| Fall |
Erwartung |
| Alle Basisvariablen leer |
weiterhin als Missing/Omission erkennbar, nicht automatisch falsch |
| Einzelne Basisvariablen bearbeitet, andere leer |
Auswertung der abgeleiteten Variable soll möglich sein |
| Drei von vier Antworten richtig, eine leer |
Partial Credit, nicht INVALID |
| Teilweise richtige und teilweise falsche Antworten |
Bewertung gemäß Partial-Credit-Logik |
| Einzelne fachlich ungültige Eingabe |
weiterhin als INVALID unterscheidbar |
| Alle Antworten korrekt |
vollständig richtig |
Akzeptanzkriterium
Die Logik muss weiterhin sauber unterscheiden können zwischen:
- vollständig unbearbeitet / Omission / Missing
- teilweise bearbeitet mit leeren Teilfeldern
- fachlich falsch
- ungültig /
INVALID
Leere Teilfelder sollen innerhalb einer begonnenen Bearbeitung Partial Credit nicht verhindern. Vollständig unbearbeitete Aufgaben sollen aber nicht automatisch als CODING_COMPLETE mit Code/Bewertung 0 behandelt werden.
Vorschlag zum Vorgehen
- Erwartete Status-/Code-/Bewertungsmatrix fachlich abstimmen.
- Prüfen, ob die bestehende Parametrisierung dafür ausreicht.
- Falls nicht, technische Erweiterung der Ableitungslogik bzw. Parametrisierung definieren.
- Umsetzung mit Regressionstests für die abgestimmten Fälle absichern.
Ausgangslage
Bei Partial-Credit-Aufgaben mit abgeleiteter Variable funktioniert die Auswertung aktuell nicht wie fachlich benötigt, wenn einzelne Basisvariablen leer bleiben dürfen.
Beispiel:
01a,01b,01c,01d01Aktuelles Ergebnis in diesem Fall:
DISPLAYEDINVALIDFür Partial Credit wäre jedoch erwartbar, dass die abgeleitete Variable auswertbar bleibt, z. B. als teilweise richtig.
Problem mit aktuellem Workaround
Wenn bei den Basisvariablen in den Ableitungsparametern sowohl
Angezeigt = Wert geändertLeerer Antwortwert ist gültigaktiviert wird, funktioniert die Partial-Credit-Auswertung für teilweise bearbeitete Fälle zwar.
Dann wird aber auch der Fall, dass gar keine Antwort eingetragen wurde, als
CODING_COMPLETEmit Code0/ Bewertung0ausgewertet. Dadurch gehen Omission/Missing und echte falsche Antworten fachlich ineinander über.Zu klärende Ziel-Logik
Es sollte fachlich und technisch geklärt werden, wie die Auswertung abgeleiteter Variablen bei Partial Credit mit leeren Quellwerten aussehen soll.
Vorgeschlagene Fallmatrix zur Abstimmung:
INVALIDINVALIDunterscheidbarAkzeptanzkriterium
Die Logik muss weiterhin sauber unterscheiden können zwischen:
INVALIDLeere Teilfelder sollen innerhalb einer begonnenen Bearbeitung Partial Credit nicht verhindern. Vollständig unbearbeitete Aufgaben sollen aber nicht automatisch als
CODING_COMPLETEmit Code/Bewertung0behandelt werden.Vorschlag zum Vorgehen